Wohin der Wind auch weht

Meharos Zauber


Inhalt

Episode 2: Meharos Geschichte

Part 1: Die Höhle

Part 2: Ansichtssache

Episode 2: Meharos Geschichte

Part 1: Die Höhle

Bereits nach wenigen Minuten ist Mira froh, mit Mex gemeinsam im Cockpit zu sein und nicht im Passagierbereich, wo sich die Gemüter durchaus noch weiter erhitzt haben. Zwar hat sich eine vorübergehende Stille über das gesamte Schiff gelegt, doch die schlechte Laune schwebt wie eine dunkle Wolke über der Gemeinschaft, die sich mit Misstrauen und Unwohlsein gegenseitig beobachten.
Cora, die mit verschränkten Armen tief im Sessel lungert, schmatzt weiterhin auf ihrem Kaugummi herum, der schon nach gar nichts mehr schmeckt. Doch das ist die einzige sonstige Beschäftigung, welche der Piratin derzeit zur Verfügung steht. Aaron sitzt da, die Beine breit gemacht, die muskulösen Arme am Oberschenkel abgestellt und den Kopf auf beide Fäuste stützend und seufzt: „Macht wenigstens Musik an, oder schaltet irgendeinen Radio-Kanal ein. Da stirbt man prompt noch vor Langeweile!"
„Du stirbst gleich ganz anders, wenn du nicht die Klappe hältst!", droht Ingon daraufhin und hebt seine Handkanone an.
„Schießereien am Schiff sind nicht Teil des Verhaltenskodex an Bord eines Schiffes. Aber dem Musikwunsch kann ich nachkommen.", meldet sich Mex über den Lautsprecher. Sie hat sich einfach einmal am Überwachungssystem zu schaffen gemacht und hört sogar die Gespräche ab. Natürlich sendet sie gleich einmal auch eine Playlist ab, die ihr Analyseprogramm als passend ausgewiesen hat. „Danke! Jemand der mich erhört!", dröhnt Aaron nun, sich auf den Oberschenkel schlagend und sich aufrichten. Daraufhin zischt Taniki neben ihm nur mehr und es wird wieder still.

Von Mira hört man die ganze nächste Zeit nichts und erst, als die Station und die LM 510 in Sicht kommt, meldet sich Mira: „Wir docken gleich am Heimatschiff an." Das ist für alle eine Erleichterung, wobei es wieder der Roboter des Hauses ist, der das feststellt: „Hey, wenn wir dann schon umbauen lassen müssen, kannst du uns ja in der Zeit deine Geschichte erzählen, die du uns bisher unterschlagen hast.", fällt es Omo dann schließlich ein. „Sssssstimmt! Mexssss. Wie lange wird essss dauern, bissss wir dann losssss können?", hinterfragt Taniki auch gleich, nachdem sowieso schon feststeht, dass alles gehört wird und ein normales Gespräch über das Kommunikationssystem auch ohne Headset möglich ist. Die erhoffte Antwort kommt dann auch gleich: „Lange genug, Kameraden! Der Geschichtestunde steht nichts im Weg!" Mira sagt da nichts dazu. Sie weiß selbst, dass sie die Infos von Nivida auch noch weitergeben muss. So wird eben alles vorbereitet und bald schon können sie alle das Reiseschiff verlassen.

So organisiert sich der, nun noch bunter gemischte, Haufen einen Besprechungsraum, während nach Mex Anweisung zwei Schlafzimmer, das Esszimmer und das Wohnzimmer hergerichtet werden. Alles wird darauf ausgelegt, dass jetzt zwei Leute mehr darin wohnen. Natürlich will das so niemand von der ESIO hören.
Schließlich sind die neun Leute, mitsamt den gelangweilten Piraten, im monoton gestalteten Meetingraum. Mehr als ein langer Tisch und ein Monitor mit Anschluss für einen Laptop ist nicht zu finden und die Wände sind einfarbig grau.

„Nun, du bist uns noch Infos schuldig, Mira. Du hast uns Details und eine Geschichte versprochen.", beharrt jetzt Omorfos Silberpfeil darauf. „Ist ja recht. Wie oft noch?", murrte dir Betroffene. Daraufhin kommentiert Ingon: „Bis du damit rausrückst." Die Dunyoscherin schüttelt den Kopf und seufzt: „Schon klar... Aber deshalb sind wir ja jetzt hier. Darf ich also anfangen oder will noch wer was los werden?" Da nützt Tiho nun die Chance und fragt hebt die Pfote. Daraufhin wandert der Blick von Mira zu ihm und er meint: „Ich wollte dich dann noch was fragen... Zuletzt hattest du keine Zeit."
Die Agentin beißt sich nun auf die Lippen, sich daran erinnernd, dass sie dem Kater auch was schuldig geblieben ist. „Gleich nachher, okay"", bietet sie an, in der Hoffnung, dann alles erledigt zu haben. Schließlich beginnt sie zu erzählen, als es sonst keine Wortmeldungen mehr gibt:

„Es war im Sommer des letzten Jahres...als auf meinem Heimatplaneten jetzt. Also im neunten Monat des intergalaktischen Jahres... keine Ahnung, was ihr da gerade für Wetter habt. Egal, es interessiert mich gerade auch nicht.", beginnt sie, stoppt sich aber selbst, bevor sie zu weit abschweifte. Selbst weiß sie, dass sie nicht besonders gut im Geschichten erzählen ist und sich noch immer darüber wundert, dass sie die Legende so locker rübergebracht hatte. Es gibt wohl einen Unterschied zwischen einer normalen Geschichte und ihrer eigenen, wie sie nun annehmen muss.
Nach einer kurzen Pause, in der sie ihr Gedanken geordnet hat, räuspert sie sich aber schließlich und fährt dann doch fort: „Mein bester Freund, Kirye, hatte damals ein Klassentreffen in seiner Heimat, wo er einen seiner alten Schulfreunde getroffen hat. Ich rede von Gordo Kul, einem renommierten Forscher, der sich auf Relikte aus vergangener Zeit spezialisiert hatte. Zu der Zeit war er gerade mit einem gewissen Kleftos Thanata auf Jazirat Alkunz, einer Insel im Süden, eher zentral auf Dunyo..," Weiter kommt sie nicht, denn Mex mischt sich ein: „Gordo Kul hat viele Einträge im Internet und ist quasi ein Abenteuerheld.", während sie spricht, hat sie schon die Bildergalerie im Netz offen und wechselt gleich zu Kleftos, wobei sie meint: „Und dieser wäre der ideale Schurke, aus meiner Sicht. Plünderer, Rassist... und er taucht in unseren aktuellen Akten auf. Was hat er mit den Piraten zu tun?" Cora spukt neben sich auf den Boden und will was sagen, doch sie ist zu langsam. „Nimm ihr nicht alles vorne weg! Sonst vergeht ihr prompt die Lust am Erzählen und ich will es aber hören!", bittet Padme da nämlich sofort und legt mit flehendem Blick eine Hand auf den metallenen Oberarm des Roboters. Die Piratin machte daraufhin eine ärgerliche Geste und starrt gelangweilt Löcher in die Decke. Aaron hält sich gezielt raus. Der Roboter aber reagiert jetzt mit einem systematisch verlegenen Lachen und meint: „Schon gut, schon gut. Ich bin still!" „Ja, jetzt weiter! Jetzt bin ich auch neugierig!", lenkt Ingon nun ungeduldig wieder auf das Thema zurück, woraufhin Mira nickt und weitererzählt:

„Mex hat in dem Fall recht, die Kombination der beiden Forscher war auch zum Scheitern verurteilt. Aber sie brauchten einander, wie Kirye mir erzählte. Es ging um die Steintafel, die ich schon in der Legende von Meharos Zauber erwähnt habe und die war angeblich... na ja, sie war es auch wirklich...mitten einem Tempel, der in einen Vulkan hineingeschlagen worden war." „Wohl kaum. Du hast von Höhlen keine A... Aaaaautsch…", unterbricht Ingon der Tunnelbaumeister, bekommt aber mit der zur Faust geballter Pranke von Taniki einen Schlag auf den Kopf und japs nun nur mehr. „Ach zum Teufel, wenn ich nochmal unterbrochen werde, lass ich euch mit den Akten und den simplen Fakten von Generalin Chand allein und gehe!", faucht Mira nun, die langsam mit ihrer Geduld zu kämpfen beginnt. Doch es ist nun doch wieder still und auf ein freundlich-aufforderndes Nicken von Tiho hin und einer bestätigenden Geste durch Padme fühlt sie sich dann doch dazu animiert, dem noch eine Chance zu geben. So setzt sie erneut an:

„Auf die Tafel gehe ich mal nicht genauer ein. Fazit: Beide Forscher wollten sie und Gordo war der Überzeugung, dass sich Kleftos diese nach dem Fund mit allen Mitteln aneignen wollte. Diese Sorge teilte er Kirye mit, der deswegen zu mir kam, um mich darum zu bitten, mit ihm und Gordo bei der Suche nach dem Relikt dabei zu sein. Und ich hab' mich dazu breitschlagen lassen... mach ich auch nie wieder. Nun denn... Wir wurden auf jeden Fall auf der Insel abgeholt, auf der es außer am Flughafen kein Netz und keine Internetverbindung gibt. Gordo war erfreut und zu sehen, Kleftos weniger. Ja, Überraschung. Das Gepäck wurde in deren Camp gelassen, zumindest das, was wir in der Höhle selbst nicht brauchten, und dann ging es auch schon zum Vulkan. Dort war eine Höhle freigeschaufelt worden, die der Eingang zum Tempel hätte sein können, den sie suchten... und ja, er war es auch.
Da Kirye und ich schnell feststellen konnten, dass Kleftos ein eher ungemütlicher Geselle ist, habe ich mich selbst durchaus für jegliche Eventualität vorbereitet..." Da hakt plötzlich Cora nach, Groll blitz in ihren Augen auf: „Wie zur Hölle hast du es fabriziert, nicht wie ein Käse gelöchert zu werden? Ich habe' die Geschichte von der Crew gehört." Aaron grinst daraufhin, ballt die linke Hand zur Faust und deutet mit ausgestrecktem Daumen auf Mira: „Ihre Haut. Ich hab' sicher nicht umsonst geglaubt, dass sie ein Androide ist..." „Ich darf doch bitten! Im Gegensatz zur mir... oh und ich würde so neidisch sein, wenn ich es denn könnte... ist sie menschlich und hat echte Gefühle. ‚Genervt' ist ihre häufigste auftretende Emotion…", fährt Mex dazwischen, einen Roboterfinger lehrend erhebend. Omo nutzt die bereits eingeleitete Unterbrechung dann doch aus: „Was kann die eigentlich alles?" Miras Blick, der von Unverständnis geprägt ist, deutet mit den Augen zu Aaron und Cora. Omo braucht ein paar Momente, bis er sich wieder zurücklehnt, verlegen hinterm Ohr kratzt und meint: „Oh... ja... richtig." „Und jetzt ist es genug mit den Zwischenfragen! Ich will die Geschichte endlich fertig erzählen, die ihr hören wolltet. Also lasst mich auch!" erreicht sie dann auch langsam mal den Punkt der absoluten Verzweiflung, weil sie wegen dem Einwand von Cora nicht ihren Teamkameraden die Schuld dafür geben kann. Keiner sagt mehr was, nur Cora sieht noch immer zornig aus wegen dieser Angelegenheit. Aaron hingegen scheint neugieriger als vorher zu sein und lehnt sich vor, um bequemer zuhören zu können. So macht Mira erneut weiter:

„In der Höhle selbst war es gar nicht so warm wie zuerst angenommen. Vulkan hin oder her, Steinhöhle bleibt wohl Steinhöhle und ohne Lampe konnten wir auch nichts sehen. So sind wir dann eben zu viert rein. Ein Forscher, ein Schatzjäger, ein gelernter Waffentechniker und ich…. Es ging einmal tief rein, bevor wir an eine Abzweigung gekommen sind. Messgeräte, die Gordo Kul mitgehabt hat, haben dabei ergeben, dass der rechte Tunnel verschüttet und wir nur durch den Linken kommen konnten. So nahmen wir eben die einzige Option, um tiefer in den Berg hineinzukommen. Und wie es sich die beiden Abenteurer erwartet haben, ging die Höhle schnell in einen handgeschaffenen Tunnel über. Wir gelangten schließlich an einen Lavasee oder Lavafluss - wo das Magma ausgetreten ist kann ich nicht sagen - über den eine Brücke gebaut worden war. Sie war ganz aus Stein und wirkte schon ziemlich kaputt. Am anderen Ende tat sich dann ein weiterer Gang auf. Allerdings sprachen Messergebnisse dafür, dass der Berg offenbar aus vielen, vielen Gängen bestand und es sich eigentlich schon um ein Labyrinth handelte. Aber so gut wie wir technisch ausgerüstet waren, sah niemand ein Problem... und das Problem, das wir bekommen würden, war wirklich nicht zu erwarten gewesen.
Wir waren bestimmt schon mehrere Stunden unterwegs. Messen, skizzieren, Notizen machen... all das hinderte uns am beständigen Vorankommen und vor allem Kleftos wurde mit jeder Minute, die sein Kollege verbrauchte, ungeduldiger. Während sie dann halt einmal stritten und Kirye sich gleichzeitig versuchte da raus zu halten, war ich anderweitig beschäftigt. Meine eigenen Scanner hatten nämlich etwas aufgefangen, was ich nicht zuordnen konnte und erzählte mir was von einer Warnung, weil sich ein unbekanntes Objekt näherte. Ich gab die Information weiter, wurde aber zuerst ignoriert. Von Kleftos wurde ich nicht ernst genommen, Gordo war zu sehr damit beschäftigt, sein Vorgehen zu verteidigen und nur Kirye, der mich und meine Warnungen durchaus ja schon kannte, gesellte sich zu mir, um sich die Scanner-Meldung selbst anzusehen. 'Wenn das stimmt, dann muss das Ding so schwer wie ein drei LKWs sein.', sagte er noch, bevor die Erde nun deutlich sichtbar erzitterte und wir noch immer am selben Fleck waren. Knurren und Fauchen hallte schließlich durch die Gänge und ein rötliches Glühen wurde auf gut einem Meter Höhe im sehr breiten und hohen Gang sichtbar. Schließlich aber reagierten Kleftos und Gordo doch, nachdem nun beide aufmerksam waren. „Drache! In Deckung!", war es Kiryes Klassenkamerad, der sein Equipment packte und davon zu laufen begann. Kleftos folgte ihm, ein Gewehr vom Rücken ziehend, ohne das er seit dem Kennenlernen am Flughafen nicht zu sehen gewesen war. Er gab auch einen Schuss nach hinten ab, musste aber dann auch fliehen, um einem Feuerstrahl des Monstrums zu entkommen. Auch Kirye und ich nahmen die Beine in die Hand. Für einen Kampf mit einem feuerspuckenden Drachen war ich an dem Tag auch nicht vorbereitet gewesen. Ansonsten hätte ich mich behaupten getraut, dass ich es versucht hätte. Tja, und dann ging einmal die Flucht durch das Labyrinth los. Suboptimaler hätte es gar nicht sein können.

Immer mit dem Feuerspucker im Nacken sind wir halt beständig weiter ins Labyrinth hinein, bis wir schließlich an eine Abzweigung kamen. Dort haben wir uns dann etwas unfreiwillig aufteilen müssen, weil der Drache soweit aufgeholt hatte, dass wir nur mehr zur Seite ausweichen konnten. Der Zufall ergab es dann eben, dass ich mit Kirye von den beiden Berufsabenteurern getrennt wurde und auch der Drache uns weiterhin als Ziele auserkoren hatte. Ich meine, ich hätte ihm eh nicht geschmeckt, nur meinen besten Freund wollte ich auch nicht rösten lassen. Und schließlich kam, was kommen musste, nämlich eine Sackgasse. Kirye hinter mich schiebend musste ich mich dann doch dazu bereit machen, mich dem riesengroßen, roten Fleischfresser zu stellen. Und genau da fängt eigentlich das eigentliche Thema erst an, das uns gemeinsam jetzt wirklich betrifft."

Ratlose Blicke werden ausgetauscht, als Mira ganz abrupt beendet und das einmal auf die Leute wirken lässt, die sich die Geschichte angehört haben. Dann zückt sie ihr Handy, sucht etwas darauf und ergreift wieder das Wort: „Ab jetzt befinden wir uns nämlich im Bereich, wo die Akten, die wir bekommen haben, ansetzen. Natürlich nur als Fakten serviert, aber grundsätzlich habe ich das Geschehnis von da weg ziemlich genau auf den Punkt gebracht und es ist auch der Teil, weswegen wir jetzt tatsächlich hier sind. Ich fahre mal fort.

Wir standen also da, in der Sackgasse, Kirye hinter mir und der Drache mit gebleckten Zähnen vor mir. Gerade wollte ich bereits zur Waffe greifen, um mein Glück zu versuchen, als durch die Wand eine leuchtend rote Gestalt herausgeschossen kam, die den Drachen zurückrief. Zu Drachen und mysteriösen Relikten kam nun der erste Geist ins Spiel, nämlich Asinatu, der Zauberer aus der Geschichte, die ich früher schon einmal erzählt habe. Fragt mich bitte nicht, weshalb der so alt werden konnte, ich habe keine Ahnung und ich will es jetzt auch gerade nicht wissen. Der Geist des Zauberers schwebte also mit fuchtelnden Armen in der Luft und rief dem Drachen in einer Sprache, die ich nicht spreche, irgendwelche Dinge zu, die das Monstrum dazu bewegten, sich wie ein Hund hinzusetzen und den Kopf am Boden abzulegen. Erst dann hat sich das Gespenst uns zugewendet. Es war verärgert, weil wir nicht die waren, die er los werden wollte und dass der Drache sich die falsche Beute ausgesucht hat. Es wäre Asinatu lieber gewesen, wenn sein Monster Gordo und Kleftos verfolgt hätte, da hätte er ihn auch nicht aufgehalten. Uns hatte man nicht rösten wollen, wie man uns versichert hatte. Kirye hat das aber wenig beruhigt, denn immerhin war und ist er mit Gordo befreundet, der mit seinem Kollegen ja gemeinsam hinter der Steintafel her war. So hat er sogar den Mut aufgebracht - etwas, von dem er eigentlich nicht viel besitzt - und den Geist darum gebeten, zumindest seinem Kameraden aus der Schulzeit nichts zu tun. Es entwickelte sich ein Streitgespräch bezüglich der Tafel und den magischen Kräften, das jedoch vom zweiten Geist, Insinatu unterbrochen wurde. Dieser teilte in Panik mit, dass die Steintafel nun doch entwendet wurde. Sein Zwilling, der verärgert darüber war, dass er nichts gemacht hatte, um das zu verhindern, geriet aber nun selbst in Stress und wollte einfach verschwinden. Da rief ich ihn im Reflex zurück, nicht zulassen könnend, dass sie Kiryes Freund wehtaten, nur weil dieser in seiner Unwissenheit Schaden anrichtete. Ich wurde daraufhin gefragt, was ich denn als Gegenleistung zu bieten hätte, wenn sie ihn heil aus der Höhle ließen und ich Schwachkopf habe erklärt, dass ich verhindern konnte, dass die Steintafel die Höhle verließ und genug Mittel besaß, um diese Legende, wegen der Forscher kamen, als falsch deklarieren lassen zu können, sodass sie auch in Zukunft ihre Ruhe hatten. Und was soll ich sagen, der Vorschlag wurde wirklich akzeptiert. Durch magischen Firlefanz haben uns die Geister schließlich aus der Sackgasse geholt und uns zum Eingang des Labyrinths gezaubert, wo wir schließlich auf Gordo und Kleftos gewartet haben, die eigentlich unbescholten aus den Gängen kommen konnten. Ich hatte also einen klaren Auftrag und ich hasste mich für meine eigene Idee, denn es war natürlich noch lange nicht alles, was mich an diesem Tag erwartete." Ohne es zu merken wanderte Miras Blick vorwurfsvoll zu den Piraten. Aaron lächelte wie ein Unschuldslamm, Cora grinste verschmitzt und zufrieden. Es bleibt allerdings unkommentiert und die Erzählerin der Geschichte macht weiter:

„Irgendwann sind die zwei schließlich aufgetaucht, streitend, was damit zu machen war, wenn sie damit endlich wieder aus der Höhle kamen. Gordo hatte die Tafel bei sich, Kleftos redete auf ihn ein und natürlich waren beide sehr überrascht, als wir sie am Ausgang erwarteten. Ich ging auf etwaige Fragen gar nicht erst ein und erklärte, dass die Tafel um keinen Preis die Höhle verlassen sollte, doch es wollte keiner hören. Bis in die Nähe vom Ausgang sind wir schließlich gekommen, bevor mir Gordo dann doch ein Ohr schenkte, als ich erwähnte, dass ich in der Höhle Einheimische getroffen hatte. Er beklagte sich, dass viel Geld und Aufwand damit zunichte gemacht werden würden und dass ich von ihm verlangte, einen wichtigen Teil von kultureller Geschichte quasi zu begraben. Dabei war er stehen geblieben und hatte sich mir zugewendet, die Steintafel mit beiden Händen vor sich haltend, was zur zweitschlechtesten Idee des Tages gekürt werden konnte, denn plötzlich hallte eine Stimme durch die Höhle, die vom Ausgang kam. Sie rief: 'Kleftos, was dauert da so lang?! Bring endlich die Tafel her!' Und das war eigentlich der Anfang vom Ende für einen mehr oder minder friedlichen Tag in einer mysteriösen, von Geistern und Drachen heimgesuchten Höhle.

Part 2: Ansichtssache

„Pah! Alles was Kleftos hätte tun müssen, war dem kleinen Forscherlein die Tafel zu entreißen und mit uns zu verschwinden. Dass ausgerechnet ein gefräßiges Krokodil unsere Vorbereitungen zunichte gemacht hat, hätte keiner riechen können. Aber echt, die Crew hat sich ins Hemd gemacht, als sie dich nicht erlegen konnten!", ist es Cora, die den Mund nicht mehr halten kann. „Jetzt halt aber mal die Luft an!", zeigt sich Ingon sofort empört und Padme meint: „Sie ist die einzige von uns, die eurem Deal zugesagt hat. Da könntet ihr doch ein wenig dankbar sein." „Sorry, wenn ich vor Freude nicht in die Luft springe und am Tisch tanze. Aber wenn sie sich herausgehalten hätte und vor allem nicht mit dem verdammten Schiff abgezischt wäre, dann wären wir euch Krokos echt nicht zu nahegekommen.", mault die Piratin angewidert und spuckt auf den Boden. Omo ignoriert das, Neugierde ist ihm ins Gesicht geschrieben: „Verbrecher haben sich das selbst zuzuschreiben. Aber mach du doch weiter, wenn du schon dabei bist. Deine Version ist sicher auch spannend..." Mira verdreht die Augen dabei, woraufhin der Elf lacht und mit der Faust freundschaftlich gegen die Schulter klopft: „Nichts für ungut."
„Ich erzähl euch das sicher nicht.", beharrt die große Braunhaarige. „Wir können noch den ganssssen Tag hierbleiben, bisssss wir allesssss erfahren, wasssss wir wisssssssen wollen.", Tanikis Zischeln bringt einen Ton mit sich, der seine Ernsthaftigkeit dabei unterstreicht. Aaron bringt sich dann schließlich mit einem ungeduldigen Seufzen und Kopfschütteln ein: „Nehmt es ihr nicht übel, sie ist gerade auf Zigarettenentzug... Wenn ich dann nachher endlich zum Fernseher kann, erzähl ich euch, was wir erfahren haben." Damit zeigen sich alle einverstanden, für den Moment jedenfalls.

„So... also da war halt die Ungeduld in unseren Reihen. Die Crew hat vor der Höhle gewartet, Cora und ich haben in der Zeit den Flughafen geplündert. Es waren Stunden vergangen, in denen wir auf unseren Schatzjäger gewartet haben, der normalerweise immer mit Beute zurückkommt, aber es war das erste Mal, dass ihm dabei jemand in die Quere gekommen ist. Deshalb hat er uns als Unterstützung angefordert. Einer unserer Leute namens Ilfazan, das Plappermaul der Bande, war unter denen, die ihn abholen sollten. Von ihm hab ich auch die Geschichte gehört. Ich erzähl euch das jetzt mal, wie ein echter Abenteurer es berichtet und nicht wie ein Amateur.", leitet der Pirat mit dem Lockenkopf das Ganze ein, schafft sich Platz und beginnt in Abenteurermanier zu berichten. Mira fühlt sich aber dabei gar nicht angegriffen und ignoriert die Wortmeldung beflissen.

„Kleftos, was dauert da so lang?! Bring endlich die Tafel her!", fragte einer unserer Männer, der mit seiner Pistole spielend in der Höhle lehnte und sich langweilte. Es war dunkel drinnen, doch Lichtkegel waren deutlich zu sehen. „Komme ja schon!", brüllte unser Abenteurer zurück. Man hörte deutlich: „Hey, Kleftos! Was zur Hölle...?!", und dann Laufschritte: ‚Tok-tok-tok-tok'. Gleich danach hatte sich noch jemand in Bewegung gesetzt. Daraufhin ist die ganze Bande direkt rein. Gerade so weit, dass man im Lampenlicht sehen konnte, wie eine Gestalt dem Schatzjäger in den Rücken sprang und zu Boden riss. Das Diebesgut, die magische Tafel, die unserem Kapitän so wichtig ist, fiel auf den Boden, zerbrach aber dabei nicht. Kleftos und auch die Crew wollten sich den Stein wieder zu Eigen machen, aber die Gestalt war schneller... Ja... sie war schneller, ich räume es ein.", ging die Erzählung dann weiter, wobei er entschuldigend mit den Schultern zuckt und einen dümmlichen Gesichtsausdruck aufsetzt, ehe er fortfährt: „Bevor irgendwer reagieren konnte, hat sich das wertes Krokodil auf unser Zielobjekt geworfen, es unter seine Brust gezogen und sich keinen Zentimeter mehr gerührt. „Tut doch was!", verlangte Kleftos, sich aufrappelnd und nach seiner eigenen Waffe greifend. Die Piratenbande hatte ihre aber schon bereit und drohte: „Rück sie raus, sonst war's das für dich, Püppchen!" „Sicher nicht!", kam zurück, was keiner ernst nehmen wollte. Ach, was haben sie alle gelacht. Irgendwer hat im Hintergrund dann ihren Namen gerufen, und dieser Gordo und das Helferlein vom Krokodil kamen herbei. Natürlich wurde dann das Feuer eröffnet, doch irgendwie tat sich nicht wirklich was. Keine der Waffen schien auch nur einen minimalen Schaden anzurichten und das Krokodil erhob sich, als ob nichts wäre, mit der Tafel in den Armen. Die Annahmen, was sie genau war, gingen von Roboter über Androiden bis zur Hexe. Es wurde aber zum Schluss nur mehr von einem vermeintlichen 'Schatzhüter' gesprochen, was irgendwie ja auch akkurat ist, wie wir ja nun gehört haben. Schließlich musste die Crew feststellen, dass das kugelsichere Etwas selbst bewaffnet war und nahm Reißaus… Oh, das feige Pack! Nur Kleftos blieb zurück, puterrot und völlig aufgeschmissen. Man hörte ein: 'Peng!', gefolgt von einem Schrei und der aufgeregten Stimme unserer Metallhaut hier. Dann plötzlich Stille. Was dann passiert ist, weiß ich nicht, aber man hat uns erzählt, dass sie den Eingang der Höhle gesprengt haben, vermutlich weil sie nicht wussten, wie sie mit Miss Kugelsicher umgehen sollten. Schließlich haben Cora und ich die drei am Flugplatz entdeckt. Wie auch immer sie dort hingekommen sind.", der Pirat macht eine Pause, hört auf zu gestikulieren und zeigt anschuldigend mit dem Finger auf Mira, die ruhig und uninteressiert dasitzt, während der Rest des Teams jeder seinen Worten lauschte und jede seiner wilden Gesten mitverfolgt.

„Hey! Ich hab' sie gesehen, nicht du.", ist es Cora, die das Wort ergreift und sich beleidigt an ihren Bruder wendet: "Du warst wie immer zu ignorant. ‚Wer soll schon mein Schiff stehlen?', hast du noch gefragt und mich und meinen Hinweis darauf ignoriert. Erst als es eh schon so gut wie zu spät war, hast du, du miese Entschuldigung für einen Piraten, dem Kroko und seinem Pack dabei zugesehen, wie es das Schiff geentert hat. Und auch da hast du es nicht ernst genommen. Gemütlich bist du zum Schiff, behauptend, dass das Ding eh keiner vom Fleck bewegen konnte, weil du den Sicherheitsmechanismus noch selbst aufgemotzt hast." Die Hünin lacht hämisch und schlägt auf den Tisch vor sich, ehe sie auf ihren Zwilling zuspringt und den ausgestreckten Zeigefinger auf seine Brust drückt. Mehrmals nachsetzend fährt sie fort: „Ja, das hast du gesagt... und fast im gleichen Moment hat die Nervensäge das dämliche Schiff in Gang gekriegt und ist mit ihren zwei Anhängseln auf und davon! Dann kam die Crew und wir mussten uns allen Ernstes wegen dem Schiff rechtfertigen, das vor unserer Nase gestohlen wurde. Wir wurden auf der Scheiß-Insel zurückgelassen und mussten darauf warten, dass unser Kapitän entschied, wie damit weiter zu verfahren ist! Schließlich hat man uns wieder eingesammelt und dazu verdonnert, das dämliche Schiff zurückzuholen und damit zu beweisen, dass wir noch das Zeug dazu haben, Mitglieder der Crew des Rattenkönigs zu sein. Und das ging so schief, wie es nur hätte schief gehen können." Als die Brünette geendet hat, schlägt sie ihrem Bruder mit der Faust auf die gut bemuskelte Brust, woraufhin dieser meckerte: "Lass das!" Erst da gibt sie Ruhe. Da sich keiner von der ESIO eingemischt hat, beklagt sich der Zwilling: "Und ihr seht ihr dabei zu?" "Das ist deine Schwester und somit nicht unser Problem.", äußert sich Omorfos daraufhin und Mex schießt mit Informationen zum Verhalten von Geschwistern und Zwillingen hervor, die niemand hören will.

Padme unterbricht das Tamtam dann schließlich und wendet sich, die Hände wie zum Gebet aufeinandergepresst, an ihre Kameradin: „Komm Mira, stopf doch das Loch in der Geschichte! Was war das ‚Peng' und was hat dich so aufgeregt?" Die Angesprochenen stößt einen Laut der Ungeduld aus, rutscht mit dem Stuhl zurück und überschlägt die Beine, den linken Ellbogen stützt sie auf der Lehne des Stuhls ab und den Kopf legt sie auf die Faust. Dann berichtet sie:
„Das ‚Peng', …", sie gestikuliert hilflos mit der freien Hand auf Schulterhöhe, „… das war Kleftos der gemeint hat, er müsse mir erst einen Kameraden erschießen, damit ich doch noch mit der Tafel herausrückte. Was er nicht gewusst hatte, war natürlich, dass ich mit den ‚Einheimischen' einen Deal geschlossen habe – und noch immer auf dem festsitze. Da ich mich an meinen Part hielt, hatten sie sich an ihren gehalten. Es ist zwar nicht klar, auf wen der Irre mit seinem Gewehr eigentlich gezielt hatte, aber es ist im Endeffekt egal. Asinatu und Insinatu sind auf jeden Fall eingeschritten. Auch den Schrei kann ich erklären, denn der kam wie auch das ‚Peng' zuvor von Kleftos selbst. Was passiert war, konnte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht erkennen. Aber in meiner Sorge um meine Kameraden war ich dann doch ziemlich am Ende mit den Nerven, weshalb ich irgendwas von mir gab, an das ich mich jetzt nicht mehr erinnern kann. Nagelt mich gefälligst also nicht darauf fest. Und bevor ihr fragt, verrate ich euch auch, was passiert ist."

Für einen Moment löst Mira ihre Haltung auf, rutschte im Sessel wieder mehr in die Mitte und stellte das überschlagene Bein wieder ab, ehe sie den Faden nochmal neu aufnimmt: „Der Grund für Kleftos Plärren war ein simpler, aber nicht alltäglicher. Der Kerl hat nämlich feststellen dürfen, dass er seine… und generell sich bis zum Rumpf hinauf nicht mehr bewegen konnte. Der Boden unter seinen Füßen hat ihn nämlich überzogen wie ein Pilzgeflecht, dass sich auf einer Oberfläche breit macht. Das letzte, was er vermutlich sah, waren meine unverletzten Kameraden, die von einem der beiden Geister durch ein Zauberschild beschützt worden waren. Der zweite hatte in der Zeit Kleftos versteinert. Zugegeben, er gab keine schöne Statue ab, aber das war mir dann doch lieber als dass er für andere auch weiterhin eine Gefahr darstellen konnte… Ich nehme an, dass die Piraten ihn entweder aus diesem Zustand befreit oder ihn zumindest so mitgenommen haben. "
Keiner weiß dazu etwas zu sagen, also wurde es still. Selbst Cora und Aaron äußerten sich nun nicht, auch nicht mit einem blöden Kommentar. Es hat sie offenbar niemand darüber aufgeklärt, wie die Sache ausgegangen war, und so fragte Aaron nun doch: „Und wie bist du aus der Höhle rausgekommen?" „Ach komm, das ist doch offensichtlich! Die Geister haben sie rausgezaubert, wenn sie schon vorher für sie gezaubert haben!", japst Omorfos, den Zeigefinger im Stil eines Lehrmeisters erhoben. Cora legt stöhnend den Kopf in den Nacken: „Ist ja recht… Also hat sie dann am Flugplatz unser Schiff geklaut und ist damit abgehauen. Sonst noch was, was wir wissen sollten?" „Ja, ich denke schon.", bemerkt Mira schließlich, sich an Plan A von Generalin Chand erinnernd und bekommt damit wieder Aufmerksamkeit geschenkt.

„Also… was ich noch sagen wollte…", versucht sie ihre Gedanken in Worte zu kleiden, „Ich habe auf jeden Fall mit Kirye und Gordo das Schiff für die Flucht von der Insel benutzt… ich hasse es das zuzugeben, aber es war eine Notlösung. Allein wäre ich vermutlich nie auf die Idee gekommen, aber mit meinem Partner und Techniker und zusätzlich seinem Freund und eigentlich Unschuldigem in dieser Sache wollte ich nicht dortbleiben müssen. Ich war ja relativ sicher, aber die beiden… ich trete auf der Stelle.", Mira unterbricht sich selbst, weil sie einfach zu sehr in einen Fluss von Emotionen geraten war und das hasst sie selbst. So räuspert sie sich und fängt nochmal an, bevor irgendwer was sagen kann: „Nun, wie auch immer. Wir hatten dann endlich diese Insel verlassen, wobei mehr als der Hauptmotor noch gar nicht lief und ich war darum bemüht, mehr aus der Kiste rauszuholen. Kirye war überzeugt davon, dass sie mehr konnte, als auf Anhieb zu sehen war…" „Hey!", kam der Einwand von Aaron, „Sag nicht Kiste zu meinem Baby!" „Kiste, Kiste und Kiste! Ganz egal, das ist meine Erzählung!", faucht die Erzählerin nun zurück. Sie atmet dann aber tief durch und beginnt im Zimmer herumzuwandern, dabei setzt sie fort: „Und ja, die Kiste konnte mehr als erwartet, aber eben erst, nachdem wir uns in das Computersystem gehackt haben, um quasi die Anleitung von innen herauszubekommen, wie man die Verteidigungssysteme benutzte. Etwas stressig wurde es dabei, als die Piraten aufschlossen, offenbar wild entschlossen uns aus den Wolken zu schießen. Unglücklicherweise gelang es uns nicht, den zweiten Motor in Gang zu kriegen, der uns aus der Reichweite geholt hätte, doch irgendwie hatte es auch seinen Vorteil, ins Gefecht mit der Bande zu kommen, denn wir hatten eine ungewöhnliche Kontaktaufnahme, während wir versuchten, uns die Verfolger vom Hals zu halten. Es war ein Mann mit dunklen Schatten unter den Augen, die tief eingesunken und sehr dunkel waren. Einen Kratzer oder eine Narbe hatte er an der Wange und wenn es stimmt, was ältere Berichte sagen, dann war das Kapitän Arratoi selbst, der mich angefunkt hat."
„Warte, du willst mit unserem Kapitän eine Video-Verbindung gehabt haben? Nicht einmal uns hat er sich gezeigt. Was wollte er?", Cora wird aufgeregt und bewegt sich auf Mira zu, die ihre Arme hinter dem Rücken verschränkt und sich der größeren Frau zuwendet. „Er hat mich zur Entführung eines seiner Schiffe beglückwünscht und angeführt, dass ich erst die zweite war, die frech genug zu war… oh und natürlich hat er angemerkt, dass es mir leid tun wird. Ich habe wahrlich Angst vor ihm.", erwidert die Pilotin der ESIO gelassen. „Und wer war der erste?", fragt Padme nach. „Ich weiß es nicht.", gesteht Mira daraufhin und Ingon plärrt: „Hey, Mex. Dein Wissen ist gefragt!" „Bin schon dabei… Dauert aber eine Weile, bis ich die Datenbanken durchforstet habe. Habt Geduld!" „Damit müssen wir noch mehr Zeit totschlagen.", murrt Cora nun. Aaron gesellt sich nun zu seiner Zwillingsschwester: „Wir wissen das genauso wenig. Ich habe nur gehört, dass es eine sie war und dass unsere Bande sie irgendwann gefunden und erledigt hat."
„Ich hätte da einen Vorschlag: Während wir wieder zu warten haben, könnten ihr doch ein wenig von euch erzählen. Ich würde mich freuen, mehr über meine neuen Schiffskameraden zu erfahren!", meldet sich schließlich Tiho zu Wort, der bisher nichts gesagt und still zugehört hat.
„Pah! Als ob wir euch etwas darüber erzählen werden! Ihr habt fürs erste genug von uns erfahren und könnt froh sein, dass wir nun doch eingewilligt haben. Ich will mich jetzt aber endlich zum Fernseher begeben, wir es mir versprochen wurde.", äußert sich Aaron nun abfällig, den bissigen Ton seiner Schwester imitierend und das Zwillingspaar schaltet auf stur.
Mira seufzt: „Ich sehe schon, das wird so nichts mehr… Geht schon mal vor, ich schulde Tiho hier noch ein Gespräch unter vier Augen." „Jawohl! Fernseher, ich komme!", ruft Aaron, der es kaum erwarten kann. Cora verdreht die Augen und wartet, bis sich der Rest in Bewegung setzt. Sie wissen ja doch beide, dass alles andere als Fluchtversuch gewertet werden würde und sie hatten keine Lust, doch noch unter Beschuss genommen zu werden.
So räumt das Team der ESIO den Raum und lässt Mira mit dem Nekomiser allein. Natürlich interessiert es sie, was die beiden allein zu besprechen haben, doch es ist von größerer Wichtigkeit, die Piraten im Auge zu behalten. Fragen werden sie später wieder stellen können.