BLICK NACH DRAUSSEN

Als ich nach draußen sah,

floss die Welt vorbei.

Aufgelöst in himmlischen Tränen

Folgte sie dem mächtigen Strom.

Als ich nach draußen sah,

floh das Licht vor der Nacht.

Die lodernd rote Scheibe

Löste sich auf am Horizont.

Als ich nach draußen sah,

hüllte der Berg sich in einen Mantel.

Glitzernd weißer Schnee

Krönte sein kahles Haupt.

Als ich nach draußen sah,

erstarrte das weite Meer.

Eisige Finger ragten spitz hervor,

warnten vor der schlafenden Gefahr.

Als ich nach draußen sah,

schlossen die Menschen ihre Augen.

Taumelten blind dem Schicksal entgegen,

empfanden selbst kein Mitleid mehr.

Als ich nach draußen sah,

stürzte ein Stern herab.

Ich schloss das Fenster

Und begann einen neuen Traum.