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Kapitel 2: Begegnung mit der 3. Art

"Warte mal...der Zahn muss hier doch noch irgendwo herumliegen!", murmelte Kerstin nachdenklich, noch immer den steinigen Fußweg abtastend.

"Vergiff eff, glaubfft du etwa, daff mir der Fffzahnarzffft den Fffneideffzahn wieder dranklebt?"

Kerstin, die nicht die leiseste Ahnung davon hatte, was Annabell ihr da durch ihre frische Zahnlücke hindurch zupfiff, schaute nur verwirrt drein. "Hey, tu nicht so, als hättest du einen Sprachfehler und hilf mir lieber, deinen Schneidezahn zu finden. Kann ja nicht alles alleine machen!"

Annabell seufzte nur mit einem zischenden Laut und gestikulierte wild herum, damit Klein-Kerstin wenigstens halbwegs verstand worauf sie hinauswollte. Sie deutete auf ihre Zahnlücke, schüttelte mit dem Kopf, zeigte dann auf ihre Armbanduhr. Sie wollte im Grunde nur darauf hinweisen, dass sie sehr spät dran waren und den Zahn vergessen sollten, um nicht noch später zur Schule zu kommen. Kerstin verstand nun aber rein gar nichts mehr.

"Ich weiß, dass du kaum etwas gegessen hast und es viel zu früh am Morgen ist, um richtig wach zu sein, aber hör auf mit Blödelei und hilf mir!!" Annabell verzweifelte. Kerstin konnte ja sooo begriffsstutzig sein. Letztendlich riss ihr Geduldsfaden und sie zerrte an dem Rucksack ihrer Freundin, um sie zum Weitergehen anzutreiben. "Wenn du mich jetzt auch noch herumschubst, kannst du vergessen, dass ich dir jemals wieder bei einer Zahnsuche helfen werde!", grummelte Kerstin genervt, "Vielleicht sollten wir uns auf den Weg in die Schule machen, sonst spielt die Hellern mit uns russisches Roulette!"

Annabell deutete eine Geste der Dankbarkeit zum Himmel hinauf und folgte Kerstin so schnell sie es mit ihren aufgerissenen Jeans konnte. Zwar wusste sie, dass Frau Heller immer diese Eigenart hatte, 5 Minuten nach dem Stundenklingeln erst das Klassenzimmer zu betreten (Kerstin vermutete, dass sie sich vorher noch ihren kleinen Mutmacher-Wodka genehmigte, bevor sie sich dem Chaos stellte), aber trotzdem wollte sie keine Zeit verschwenden.

Zu Fuß würden sie bis zur Schule mindestens eine halbe Stunde benötigen, also allemal zu spät kommen, es sei denn es geschah ein Wunder. Und just in dem Moment, als alle Hoffnung schwand, ertönte direkt neben ihnen ein lautes Hupen. Es war Marco, Kerstins älterer Bruder, der wie an jedem Freitagmorgen mit seinem Auto sinnlos durch die Gegend fuhr. (Kerstin war sich sicher, dass er nur Kontrollfahrten machte, um seine kleine Schwester zu beobachten und ihren Eltern dann Bericht zu erstatteten...buchstäblich nach dem Motto: "Big Brother is watching you") "Hey, ihr 2, solltet ihr nicht in der Schule sein?", fragte er, nachdem er die Fensterscheibe seines Autos herabgelassen hatte.

"Wären wir auch, wenn Lissys blöder Kater nicht ohnmächtig geworden wäre und uns so davon abhielt, rechtzeitig den Bus zu erreichen!", maulte Kerstin sichtlich gereizt durch das fiese Grinsen ihres Bruders. "Na...das klingt ja nicht sehr überzeugend!"

"Glaub doch, was du willst...wir müssen so schnell wie nur möglich in die Schule, sonst macht Frau Heller Borschtsch aus uns!"

"Wie heißt das magische Wort?", grinste er noch fieser und Kerstin war kurz davor einen Wutanfall zu bekommen, als Annabell rettend eingriff. "Bitte!!!", flehte sie ein wenig übertrieben, wie es für sie üblich war, Marco überlegte kurz. "Mmh...eigentlich zwingt mich ja niemand dazu, euch mitzunehmen...was bekomme ich denn dafür?" "An deiner Stelle würde ich fragen, was du bekommen würdest, wenn du uns nicht mitnimmst, nämlich einen Tritt in den A...", weiter kam Kerstin nicht, denn Annabell hatte ihr einen gehörigen Schlag in die Magengrube verpasst. "Bitte, liebffter Kerfftin-Bruder, nimm unff mit!!" Marco schaute noch verdutzter drein als Kerstin zuvor. Annabell nahm an, dass es an den Genen liegen musste, dass sie beiden so schwer von Begriff waren.

"Äh...jaaa....dann steigt mal ein", sagte er langsam, noch immer verwirrt. Kerstin, die mittlerweile wieder atmen, doch noch immer nicht aufrecht gehen konnte, stieg auf der Beifahrerseite ein, Annabell blieb nur der Rücksitz übrig. "Ach, sieh mal an, jetzt haben wir ja gar keinen Kindersitz im Auto...eigentlich dürfte Annabell gar nicht mitkommen!", stichelte Kerstin, noch immer sauer wegen dem kräftigen Hieb. Annabell, die jegliches Sprechen fortan vermeiden wollte, streckte ihr nur frech die Zunge entgegen. "Pass auf, du kleine, zahnlückige Kreatur, noch einmal die Zunge ausstrecken und ich schneide sie dir ab, um sie als Schmutzfänger an Marcos Auto zu befestigen."

"Mmh...", machte Marco nachdenklich, "Ich könnte in der Tat neue Schmutzfänger gebrauchen." Annabell gab nur ein leises Knurren von sich.

In der Zwischenzeit hatte Lissy ganze 25 Meter ,von der Wohnungstür entfernt, zurückgelegt, den schweren Flohsack auf den Schultern, stand sie kurz davor, zusammenzubrechen. "O Mann...und ich dachte immer, ich wäre fett...Kleiner, du solltest wirklich mal mit ins Volleyballtraining gehen, die würden sicherlich dich anstelle dieser Medizinbälle einsetzen, um ihre Armkraft zu trainieren", ächzte sie, der Schweiß rann über ihr Gesicht, genau, wie Alex es prophezeit hatte. Gerade spielte sie mit dem Gedanken, den Kater in der nächsten Metzgerei abzugeben, als hinter ihr eine altbekannte Stimme erklang. "Hallo Süße, schwer zu tragen?" Lissy machte sich gar nicht erst die Mühe, sich umzudrehen. Es war Steffen, ihr Ex- Freund mit der lustigen Rechtschreibschwäche, von dem sie sich wieder mal getrennt hatte. Doch in diesem Augenblick schien sogar die größte Flasche der Nation einen brauchbaren Nutzen aufzuweisen.

"Oh...hallo", sagte Lissy gelassen, "du bist mein Retter in der Not!" "Aber immer doch, Baby...was kann ich denn für mein Schätzchen tun?" Lissy hasste ihn dafür, dass er sie immer mit seinen machomäßigen Auftritten in der Öffentlichkeit blamierte, aber er hatte ein Auto und Lissy nur einen dicken Kater, der sich kaum mehr bewegen konnte. Lissy hob Moritz in die Arme des dürren Kerls (Alex meinte nur, dass er der Spargeltarzan vom Dienst war) und sagte: "Steffen, wenn du meinen Kater und mich doch bitte zum nächsten Tierarzt fahren könntest...dann...würde ich...sogar mit dir ausgehen." Lissy fielen diese Worte merklich schwer. Eigentlich hatte sie sich geschworen, nach den 22 Beziehungsversuchen mit ihm nie wieder etwas mit ihm anzufangen, doch er war einfach so trottelig, dass Lissy es immer für ihre Zwecke ausnutzen konnte. Annabell sagte immer, dass Lissy furchtbar herzlos sein konnte, aber das ihr gerade das so sehr an ihr gefiel. "Na wenn das so ist...nehme ich dich doch gern mit!", grinste er und Lissy spürte das starke Bedürfnis, ihm ne ordentliche Backpfeife zu verpassen. Doch vorerst brauchte sie ihn, also nahm sie sich vor, das später noch nachzuholen. "Was hat denn der Kleine?" Lissy überlegte, ob sie Steffen ne fiese Bemerkung a là Alex an den Kopf hauen sollte (Ihr fielen unglaublich viele ein in diesem Moment, wie z.B. : `Er hat dich gesehen...da würde mir auch schlecht werden´), aber sie entschied sich dagegen. "Keine Ahnung...ich glaube, er hat sein Müsli nicht vertragen." Steffen war sowieso nicht gerade eine Leuchte, aber dass man Lissy nicht unbedingt verstehen musste, wusste so ziemlich jeder. Der hochgewachsene Dürrländer verstaute Moritz in den Tiefen seines Kofferraumes, in dem sich auch noch eine große Bassrolle befand. Danach stieg er mit Lissy ein und fuhr in Richtung Tierarzt...mit einer Musiklautstärke, die Fensterglas hätte zerspringen lassen können... .

Etwa zur gleichen Zeit schlug Alex' Herz, ähnlich wie Steffens Bassrolle, höher. Soeben hatte sie von ihrem übergewichtigen, Knusperflocken verehrenden Chef den Auftrag erhalten, ein Interview mit dem wohl angesagtesten und süßesten Künstler der Stadt zu führen. Tommy Bocksprung. Das Beste daran: Sie sollte ihn so viel wie möglich fragen, schließlich sollte der Artikel ganze 3 Seiten füllen. Mit einem selbstzufriedenen Grinsen auf den Lippen wollte sie sich gerade auf den Weg machen, als sie plötzlich jemanden rufen hörte: "Warte, Alex, ich soll dich begleiten..." Ganz langsam, ohne den Schock noch zu vergrößern, drehte sie sich um und was sie da sah, hätte sie beinahe an den Rand des Schreikrampfes gebracht. Heribert, ein sexistisch und satanistisch veranlagter Fotograf mit Nickelbrille und fettigem Haar, sollte ein paar Fotos des Frauenschwarms machen. Alex war klar, dass sie mit dem 42-jährigen Muttersöhnchen an ihrem Rockzipfel keinerlei Gelegenheit haben würde, mit dem süßen Künstler zu flirten. Ihr Stimmungsbarometer sank augenblicklich in den Keller.

"Musst du denn wirklich mitkommen?...Ich kann schließlich auch ne Polaroid- Kamera mitnehmen und die paar Fotos knipsen." Heribert glaubte, Alex würde einen Witz machen und begann loszulachen. Als Alex dieses grunzende, röchelnde Geräusch hörte, nahm sie sich fest vor, jegliche unterhaltsamen Bemerkungen gegenüber Tommy zu unterbinden, wenn Heribert in unmittelbarer Nähe war.

Mittlerweile waren Kerstin und ihre kleine, von einer Zahnlücke gepeinigte Freundin in der Schule angekommen. Marco ließ sich wie einen Gott huldigen, bevor er die beiden aus seinem Auto freiließ. Wenn er einmal die dominanten Rolle spielte, nutzte er das schamlos aus (Lissy hatte es Kerstin so erklärt: "Es gibt 2 große Wahrheiten im Leben: 1. Männer sind dominanter als Frauen und 2. Die Erde ist eine Scheibe"). "Meinfst du, dasf wir noch rechtsfzeitig zum Unterricht kommen?", nuschelte Annabell. Kerstin benötigte die erwartete Denkzeit, um Annabells Worte zu übersetzen, verstand aber das kleinere Mädel nun besser als vorher. "Wir haben noch 5 Minuten...es hat zwar schon geklingelt, aber es ist noch die berühmte Wodkazeit...los, gehen wir!"

Gesagt, getan, die beiden machten sich nun auf den Weg zur Kammer des Schreckens und der Folter - dem Unterrichtszimmer von Frau Heller...kein anderer Raum als der mit der Bezeichnung R-3. (Annabell meinte, das "R" bedeutete Russland, Kerstin interpretierte da mal wieder etwas mehr herein. Ihrer Ansicht nach, stand das "R" für radioaktive Raketentestzone) Doch wie sollte es auch anders sein, Kerstin konnte dem verführerischen Duft der frischgebackenen Kirschtaschen in der Cafeteria nicht widerstehen und starrte nun mit sehnsüchtigen Blicken in Richtung Verkaufstheke. Annabell bemerkte die drohende Gefahr und weckte die kleine verfressene Kerstin aus ihren Tagträumen: "Hey, du kannsfft dir nachher noch etwasff zffu futtern holen, jetzfft müssffen wir ersfft mal in den Unterricht!"

"Aber wenn ich in der Frühstückspause gehe, ist erstens - der ganze Reiz der Sache weg und zweitens - sind die Kirschtaschen dann nicht mehr so schön warm!" "Aber du bekommsfft doch nur Bauchsffmerzen, wenn du die warm issfft!!" , argumentierte sie nervös. Jeden Moment konnte die russische Bedrohung um die Ecke biegen und die beiden in der Unterrichtszeit auf dem Schulgang erwischen. "Papperlapapp, ich hol mir jetzt meine Kirschtasche...ich brauch doch eine Beschäftigung während der Russisch-Stunde!", meinte Kerstin mit einem Leuchten der Begierde in den Augen und Annabell wusste, dass sie nur noch ein "Herr der Ringe" - Erpressungsmittel oder Orlando Bloom höchstpersönlich zurückhalten konnte und gab alle Versuche auf, sie aufzuhalten.

"Aber mach sffnell", jammerte sie, Ausschau nach dem pädagogischen Feind haltend. Kerstin, wie von einem Traktorstrahl angezogen, näherte sich der fruchtig- süßen Versuchung. Die Verkäuferin der Cafeteria wusste, dass Kerstinchen der Hot-Dog-, Knusperflocken- und Kirschtaschensucht erlegen war und grinste nur noch, als das Mädchen mit einem langen Sabberfaden an der Unterlippe an die Theke trat. "Kirschtasche?", fragte sie nur noch triumphierend. Ohne Kerstins tatkräftige Kaufunterstützung wäre die Cafeteria schon längst Pleite gegangen. Kerstin konnte nur noch ein Nicken hervorbringen, so sehr war sei gefangen von den blätterteigigen Rundungen der Kirschtaschen-Außenhülle. Der Gedanke an die noch heiße Füllung raubte ihr alle Sinne. Kaum hatte sie das Objekt ihrer Begierde in den Händen, stürmte sie auf Annabell zu, die schon wieder hektisch von einem Bein auf das andere trat. "Siehst du", grinste Kerstin und biss genüsslich in das frische Gebäck, "keine hellersche Begegnung, keine Probleme...ich habe mein Frühstück und komme mit dir pünktlich zum Unterricht...der Tag wird gleich viel schöner, mit einer Kirschtasche in der Hand!" "Machffst du jetzfft Werbung, oder wasff? Wasff, wenn Frau Heller schffon im Ffzimmer iffst?"

"Ach Quatsch", versicherte Kerstin mit vollem Mund, "weißt du denn nicht, dass man sich Wodka nur mit einer Scheibe Brot genehmigt? Die muss erst einmal gegessen werden!" "Warum biffst du dir ffso ffsicher, daffss ffsie wirklich Wodka vor der Ffstunde trinkt? Und wenn ja, vielleicht iffst ffsie ffso ein Vielfraffß wie du und putzft ne Ffscheibe Brot ffschneller weg alffs erwartet!!"

Kerstin ignorierte diese Bemerkung von Annabell und tat so, als hätte sie sie nicht verstanden. Insgeheim hatte sie jedoch den Verdacht, dass sie Recht haben könnte und beschleunigte die Geschwindigkeit ihrer Schritte. Die angeschlagene Annabell hatte Mühe, Kerstin zu folgen und mindestens 8 Mal wäre sie fast die Treppe rückwärts heruntergefallen, hätte sie nicht im letzten Moment halt an Kerstins halblangen, dunkelblonden Haaren (mit blonden Strähnchen!) gefunden. Kerstin meckerte Annabell wütend an, war aber in ihrem Zorn durch die heilige Kirschtasche besänftigt. So geschah es, dass die beiden letztendlich direkt vor dem gefürchteten Raum "R-3" standen, in gewöhnlich 2 Minuten würde Frau Heller das Vorbereitungszimmer verlassen, um die armen Schüler der 10. Klasse mit ihrem Mix aus deutschen und russischen Wörtern zu quälen. Annabell zögerte, warf Kerstin einen unsicheren Blick zu und atmete tief durch, bevor sie die Klinke herunterdrückte...

Endlich waren sie an der Praxis des Tierarztes angekommen: Lissy war nun wie Steffen halbtaub, nur, dass seine halbseitige Taubheit von einer Übungsgranate, die vor wenigen Wochen neben seinem Ohr bei der Bundeswehr explodiert war, herrührte. Lissy konnte jedoch nur noch leise Geräusche hören, weil die Musik zu laut gewesen war. Sie kam sich vor, als wäre ihr Kopf auf die Größe eines Fußballs geschwollen und öffnete schließlich muffelnd die Heckklappe von Steffens kleinem Schrott-VW. Dort lag Moritz, und er schien noch ramponierter zu sein als zuvor. Seine Ohren waren krampfartig zusammengedrückt und in seinen halbgeöffneten Augen lag ein Ausdruck verzweifelten Schielens. Er hatte die Fahrt über mit dem Kopf direkt an den Boxen von Steffens Hyper-Autoanlage gelegen und gab nur noch ein gelegentliches Zucken von sich. Lissy war schockiert und verpasste Steffen endlich die lang zurückgehaltene Ohrfeige. "Hey, womit habe ich denn das verdient?", jammerte er sogleich, seine Wange sah aus wie ein frisch durchgeklopftes Schnitzel - rot und wund. "Das war dafür, dass du die Musik so laut gedreht hast! Wer weiß, ob Moritz je wieder gesund wird...erst das Müsli-Desaster und nun diese Überlastung seiner feinen Ohren..." Lissy war den Tränen nahe und Steffen fühlte mit ihr. "Mmh...", machte er bedrückt, "Aber wann gehen wir denn nun aus? Heute Abend? So gegen 8 Uhr? Ich hole dich ab, ok? Und danach können wir bei mir ja noch was trinken...", grinste er mit seiner anstößigen Art, gab Lissy einen flüchtigen Kuss auf die Wange, stieg wieder in sein Auto und fuhr davon. Lissy konnte ihm nur noch wütend und mit dem dicken Kater in den Armen hinterherschauen. Dann betrat sie das Wartezimmer der Praxis...

Alex rutschte nervös auf ihrem Stuhl herum. In wenigen Minuten war es soweit: Tommy Bocksprung würde vor ihr sitzen und sich ihren mehr oder weniger 2-deutigen Fragen stellen. Heribert drehte routiniert an dem Teleobjektiv seiner Kamera herum und suchte die optimale Einstellung für die Fotos mit dem Superstar. "Hey, Heribert, hör gefälligst auf, wie blöde an deinem Rad zu drehen, das macht mich noch nervöser!", meckerte Alex und warf ihm einen bitterbösen Blick zu. Sie konnte es ihrem Chef nicht verzeihen, dass er ihr diesen Schmalspuridioten mitgeschickt hatte und ihr den Tag versaute. Noch dazu verstand der Fotograf alles, was sie sagte, als Witz, obwohl es eher als Beleidigung durchgehen sollte. Wie auch jetzt. Wieder dieses Geräusch, als stände er kurz vor dem Erstickungstod, wieder dieses Grunzen, was Alex zutiefst anekelte. Und wie sollte es auch anders sein, genau in diesem Moment betrat Tommy Bocksprung das Zimmer. In seinem Gesicht konnte Alex pures Entsetzen bei dem Anblick des Fotografen lesen und am liebsten wäre sie im Erboden versunken...

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Wie wird es nun weitergehen? Werden Annabell und Kerstin doch noch für ihr Zuspätkommen bestraft oder würde alles glatt gehen? Kann Lissys nun tauben und übergewichtigem Kater noch geholfen werden? Und wird sie wirklich mit ihrem Ex-Ex-Ex-Ex-Freund Steffen ausgehen? Wird Alex das Interview mit ihrem Angebeteten überleben? Antworten und vieles mehr in Kapitel 3...

Würde mich über Reviews sehr freuen!!!