Am Abend, wenn die großen Schwärme kommen
Füllt sich die Luft mit sanftem Pfeifen.
Sie scheinen vor dem Mond zu fliehen,
Der heut' wie hundertfach am Himmel steht.

Die kleinen Wölkchen nehmen zu,
Als es beginnt zu donnern und
Die ersten Blitze flackern auf.
Es wird gleich sicher regnen...

Und als die ersten schweren Tropfen
Auf den grauen Steinen zerplatzen,
Alten Staub und Dreck aufwirbeln,
Beginnen die Menschen zu schweigen.

Am nächsten Morgen erst,
Wenn das frühe Sonnenlicht
Die Stadt mit roter Farbe tränkt,
Ist Zeit zur Trauer.

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Wie man sicher schnell merkt, ist das Ganze voll mit zynischer Symbolik.
Wie immer weiß ich nicht, wie ich darauf gekommen bin, gerade ein "Kriegsgedicht"
zu schreiben. Vielleicht, weil der Kontrast zwischen Ästhetik und Schrecken so
wirkungsvoll ist und beeinflußt von der Diskussion über die Wirkung von
gewalttätigen Computerspielen...