Nektar

Mitten in der Wüste stinkt das Aas am meisten
Mitten in der Stille klingt der Atem wie Lärm
Im Land aus dem alle kalten Wasser verreisten
Schlingen sich trockene Flussläufe wie Gedärm

Die Spuren im Sand füllen sich mit Blut
und verwaschen im Anblick der Ewigkeit
Ein Schatten widersteht einsam der Glut
Wie lange bis er zerrinnt zu purem Leid

Die einzige Pflanze die noch gedeiht
saugt das letzte Leben aus der Erde
Ist sie doch alleinig dem Tod geweiht
Auf dass aus meinem Blut Nektar werde