Ein Klumpen Fleisch

Als ein Klumpen Fleisch zur Welt gekommen
Wird dem Menschlein der Verstand genommen
Wird ein Sinn aus Gedanken gesponnen
Wird mit Fantasie ein Leben gewonnen

Doch wie kläglich scheitert es
So schwächlich und ach so klein
Kann ein Klumpen rohen Fleisches
doch nicht mehr als Fäulnis sein

Hohe Ideale aus tiefen Schluchten
Seichte Sichten von hohen Buchten
Alles wird vom Nebel verhüllt
der das Sein mit Schein erfüllt

Der Sinn verschwand schon lange
Nur als Erinnerung verblieben
Mit dem Zeichen einer Schlange
ist er durch die Zeit getrieben

Offenbart durch die einzige große Gewalt
die da mit hellem Posaunenklange schallt
Als Trieb ständig im Fleisch verwoben
eine Atmosphäre in der Orkane toben

Gibt es doch keine Hoffnung zu entrinnen
jeder der es versucht ist dem Tode geweiht
Es bleibt nur, den einen Tanz neu zu beginnen
solange bis sich der Anfang an das Ende reiht

Als ein Klumpen Fleisch zur Welt gekommen
wird dem wahren Sein die Ehr genommen
Wird das Leben zum Abstrakt ernannt
Wird das Leben zur Asche verbrannt