Stille

Ein Wolkenschleier verhüllt
das Schimmern in des Mondes Antlitz
Schmerz ist es, der mich erfüllt
mich durchbohrt wie ein Speerspitz'

Es schien ewig, und doch ist es vorbei
es war alles und jetz ist es nichts
Stumm erklingt der herzenqualen Schrei
ein Aufflackern des letzten Lichts

Dein Name hat sich in mein Herz gebrannt
es war, als hätten wir uns ewig gekannt
Dein Sein hat mein's erfüllt
doch dein letzter Funke, er verlischt
Der Kelch hat sich nun gefüllt
in dem die Träne mit Blut sich mischt

Stille liegt unerträglich schwer
über dem weiten Gedankenmeer
Stets bei dir, doch du bist fort
wünschte so, ich wäre mit dir dort
Doch ein Zurück gibt es nicht mehr
Alles, alles scheint so leer