Title: Playing the game

Autor: Tentakula

Zusammenfassung: .. In so was war ich immer schon mies, sorry. Aber ich gebe mein bestes *smile* Also es geht um einen jungen Polizisten, der mit seiner Vergangenheit konfrontiert ist. Er muss sich seinen ärgsten Feind stellen.

Anmerkungen: Da ich gemerkt habe, dass die Story doch ziemlich schräg und brutal wird, bitte ich alle, die nicht mindestens 17 Jahre sind, diese Story nicht zu lesen. Ich weiß, ich kann keinen daran hindern, sie zu lesen. Aber ich denke, für die Story braucht man doch ein gewisses Alter *smile*

* * *

Er sah in diese blauen Augen. Sie waren so schön, als gehörten sie zu einem Engel. Doch dem Mann, dem diese Augen gehörten, war alles andere als ein Engel. Er war vielmehr ein Dämon, ein Monster. Er verschlang Leben. Er tötete.

Wie lange war es her, seit David das letzte mal in dieses Augenpaar gesehen hatte. Damals war er noch ein anderer Mensch gewesen. Dieser Dämon in Menschengestalt hatte ihm seine Jugend gestohlen. Hatte ihm seine Unschuld geraubt. Durch ihn war er zu dem geworden, was er heute war. Wie er ihn doch hasste. So abgrundtief, so von ganzen Herzen.

Die Erinnerungen an damals stiegen in ihm hoch. Ein Brechreiz manifestierte sich in seine Kehle. Nein, er durfte sich nicht von den Erinnerungen überwältigen lassen. Wenn doch, wäre er verloren. Die Bestie würde sich auf ihn stürzen und ihn zerfleischen.

Ein lüsternes Lächeln umspielte die Lippen des Killers. Du willst dich nicht erinnern? Und doch wirst du es. Du gehörst mir. Hast du immer schon getan. Er entblößte seine strahlend weißen Zähne. Zähne die durch rohes Fleisch schneiden konnten. In wie viele Körper hatte er bereits seine Zähne versenkt? Er wusste es nicht mehr.

David hielt dem Blick seines Peinigers stand. Er würde nicht nachgeben. Nie wieder würde dieser Wahnsinnige die Oberhand über ihn bekommen. So wie damals, als er ihn entführt hatte. 3 Wochen war er ihm ausgeliefert gewesen. 3 Wochen in denen Schmerz und Pein seine ständigen Begleiter gewesen waren. An manchen Tagen hatte er geglaubt den Verstand zu verlieren.

"Ich habe deine Botschaften erhalten." Unterbrach David die Stille. Die Morde hatten vor 4 Monaten begonnen. David als Ermittler einer Sondereinheit bei der Polizei, wurde diesem Fall zugeteilt. Besser gesagt er hatte regelrecht gebettelt, um diesen Fall zu bekommen. Die Handschrift den diese Morde trugen, war unverkennbar. Er hatte sofort erkannt wer der Mörder war. Er kannte dieses Monster nur zu gut, war er doch selbst eines seiner Opfer gewesen.

In regelmäßigen Abständen fand die Polizei die toten Körper von jungen Männern. Die Leichen waren brutalst verstümmelt worden. Kopf, Glieder und Rumpf wurden je an verschiedenen Stellen abgelegt. Jedoch immer so, dass die Fundorte ein Dreieck ergaben. Nur ihre Augen wurden nie gefunden. Jedem der Toten waren die Augäpfel entfernt worden. Zurück blieben nur blutige Höhlen. Es war die typische Handschrift von Mad-Eye. Schon vor Jahren trugen seine Taten dieselben Merkmale.

Nach 2 Monaten ließ Mad-Eye die erste Botschaft zurück. David erkannte sofort, dass sie nur für ihn bestimmt war. Es waren Anspielungen auf die Ereignisse die ihn und diese Bestie verbanden.

"Ich wusste du würdest sie verstehen." Ein breites Grinsen zog sich über Mad-Eyes Gesicht. Ich wusste, du würdest nicht widerstehen können. Wie solltest du auch? Wir teilen uns die selbe Seele. Ich bin die düstere, bösartige Seite und du bist das helle, gute, die Kehrseite. Wir sind eine Einheit, auch wenn du es dir nicht eingestehen willst.

Wie leicht wäre es für David seine Waffe zu ziehen und diese Bestie zu töten. Er bräuchte nur seine Hand an seine Seite bewegen, die Waffe aus ihrem Halter ziehen, zielen und abdrücken. In Gedanken stellte er sich vor, wie Knochen, Gehirnmasse und Blut in hohen Bogen aus der Austrittswunde am Hinterkopf des Monsters flogen. Beinahe konnte er den Geruch einer soeben abgefeuerten Waffe riechen. Er sah vor seinen Augen, wie der Körper dieser Bestie in sich zusammensackte. Diese blauen Augen sich verdrehten, bis nur mehr das Weiße zu sehen war. Blut ergoss sich auf den Waldboden. All dies spielte sich in Davids Gedanken ab. Doch irgendetwas verhinderte, dass er seine Vision in die Wirklichkeit umsetzte.

Verdammt, wieso erschieße ich ihn nicht einfach? Es wäre doch so einfach. Er könnte mich nicht einmal aufhalten. Ich wäre schneller. dachte David verbittert. Er hasste diesen Mann so abgrundtief, und doch konnte er ihn nicht erschießen. Tiefe Verzweiflung machte sich in ihm breit.

Mad-Eye ging auf ihn zu. Panik ließ Davids Beine zittern. Das Monster stand nun unmittelbar vor ihm. Einschmeichelnd flüsterte er ihm ins sein Ohr: "Lass uns spielen!"

So das war der Anfang. Würde mich riesig freuen, wenn ihr mir schreibt, ob ich weitermachen soll, oder ob ich es lieber sein lassen soll. Jede review ist willkommen *smile*